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Schmerzen: Entstehung, Diagnose und Therapie

schmerzen: Ein physiologische und kognitiver prozess

An der Entstehung von Schmerzen sind verschiedene Systeme im menschlichen Körper beteiligt. Eine Aufnahme von Schmerzreizen erfolgt über die sogenannten Nozizeptoren. Diese Rezeptoren befinden sich in der Haut, in Muskel und Knochen sowie in den inneren Organen. Anhand deren Lokalisation kann zwischen den folgenden Schmerzarten unterschieden werden:

  1. Oberflächenschmerz: Nozizeptoren in der Haut
  2. Tiefenschmerz: Nozizeptoren in Muskeln und Knochen
  3. Viszeraler Schmerz: Nozizeptoren in den inneren Organen

Ausgehend vom Bereich, in dem die Schmerzen wahrgenommen werden, findet eine Weiterleitung der Schmerzreize über das Rückenmark zum Gehirn statt. Dort werden die Signale unter Einbeziehung von individuellen und emotionalen Erfahrungen interpretiert. So kann der gleiche Reiz bei einem Menschen Schmerzen verursachen und bei einem anderen keine Schmerzen auslösen. Dies macht die Diagnose von Schmerzen äußerst kompliziert.

diagnose von schmerzen

Eine Diagnose von Schmerzen kann über Fragebögen erfolgen, in denen Patienten unterschiedliche Situationen in Bezug auf ihr Schmerzempfinden einordnen sollen. Auch kann eine Erhebung der Schmerzvergangenheit hilfreich sein. Damit Patienten Schmerzen gezielt beschreiben können, wird häufig eine visuelle Analogskala (VAS) eingesetzt. Mit deren Hilfe werden Schmerzreizen Werte auf einer Skala (häufig 0-10 oder 0-100) zugewiesen und in ihrer Intensität unterschieden.
Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurden Methoden entwickelt, mit denen eine Schmerzdiagnostik weitestgehend objektiv erfolgen kann. Mit solchen Werkzeugen werden Schmerzschwellen bestimmt, ab denen Reize als erstmalig schmerzhaft wahrgenommen werden. Dazu wird häufig die Quantitative Sensorische Testung eingesetzt. Weitere Infos zu dieser Schmerzmessung finden Sie hier.

körperliches training kann schmerzen lindern

Eine genaue Diagnostik der Schmerzen durch einen Spezialisten ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. Ist der Auslöser der Schmerzen einmal gefunden, kann so gezielt behandelt werden. Hierbei kann körperliches Training eine entscheidende Rolle spielen. Auch ist ein Training des Bewegungsapparates deutlich weniger mit Nebenwirkungen verbunden als etwa die medikamentöse Schmerzbehandlung. Steffens et al. (2016) zeigten in ihrer Meta-Analyse, dass Schmerzen im unteren Rücken durch körperliches Training und Wissensvermittlung nachhaltig gelindert werden konnten¹. Auch reduziere ein Training des Oberkörpers sowie der Arme Nackenschmerzen² und Schulterschmerzen³ effektiv. Ein Training Zuhause fördere dabei die Schmerzlinderung³.

fazit

 

Körperliches Training kann Schmerzen effektiv lindern. Ein Training zuhause fördert die Schmerzlinderung.

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Quellen

¹ Steffens D, Maher CG, Pereira LSM, Stevens ML, Oliveira VC, Chapple M, Teixeira-Salmela LF, Hancock MJ (2016): Prevention of Low Back Pain A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Intern Med. 176(2), 199-208.

² Sterling M, de Zoete RMJ, Coppieters I, Farrell SF (2019): Best Evidence Rehabilitation for Chronic Pain Part 4: Neck Pain. J Clin Med. 8(8), 1219.

³ Pieters L, Lewis J, Kuppens K, Jochems J, Bruijstens T, Joosens L, Struyf F (2020): An Update of Systematic Reviews Examining the Effectiveness of Conservative Physical Therapy Interventions for Subacromial Shoulder Pain. J Orthop Sports Phys Ther. 50(3),131-141.